Die Häufigkeit der augenärztlichen Kontrollen richtet sich nach der Art des Diabetes, der Dauer der Erkrankung und dem individuellen Befund der Netzhaut.
Grundsätzlich gilt:
- Bei neu diagnostiziertem Diabetes Typ 2 sollte zeitnah eine augenärztliche Untersuchung erfolgen, da Veränderungen an der Netzhaut bereits bei Diagnosestellung bestehen können.
- Bei Diabetes Typ 1 wird eine erste augenärztliche Kontrolle in der Regel nach einigen Jahren Krankheitsdauer empfohlen – abhängig vom Alter bei Erkrankungsbeginn und der individuellen Situation.
- Bei unauffälligem Netzhautbefund sind regelmäßige Verlaufskontrollen in der Regel alle 1–2 Jahre sinnvoll.
- Bei bereits bestehenden Netzhautveränderungen können deutlich häufigere Untersuchungen notwendig sein.
Die genaue Kontrollhäufigkeit legen wir individuell für Sie fest. Dabei berücksichtigen wir neben dem Augenbefund auch Faktoren wie Blutzuckereinstellung, Blutdruck, Begleiterkrankungen und die bisherige Krankheitsentwicklung.