Kurzsichtigkeit (Myopie) nimmt weltweit zu und beginnt häufig bereits im Kindesalter. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Fehlsichtigkeit, sondern bei fortschreitender oder hoher Myopie um einen Risikofaktor für spätere Augenerkrankungen wie Netzhautveränderungen, Netzhautablösungen, Grünen Star oder Veränderungen der Makula.
Eine frühzeitige augenärztliche Untersuchung ermöglicht es, Kinder mit einem erhöhten Risiko rechtzeitig zu erkennen und das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu verlangsamen. Nach den Empfehlungen des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) stehen dabei eine präzise Diagnostik, regelmäßige Verlaufskontrollen sowie individuell abgestimmte Maßnahmen der Myopiekontrolle im Mittelpunkt.
Auch im Erwachsenenalter sind regelmäßige Kontrollen wichtig – insbesondere bei hoher Kurzsichtigkeit oder wenn sich die Sehstärke weiterhin verändert. Neben der Überwachung der Brillenwerte legen wir besonderen Wert auf die frühzeitige Erkennung möglicher Veränderungen an Netzhaut und Sehnerv, um das Risiko myopiebedingter Folgeerkrankungen zu minimieren.